Dienstag, 8. April 2014

Momchilgrad - Istanbul

Es geht weiter: Von Momchilgrad nach Istanbul sind es um die 350km. Dafür veranschlagen wir 5 Tage. Bulgarien mit seinen wundervollen Bergen haben wir hinter uns gelassen, genau wie Griechenland.
Gestern haben wir hier übernachtet:

Samstag, 5. April 2014

Momchilgrad- oder die Stadt wo Milch und Honig fließt

So, seit vorgestern sind wir in Momchilgrad. Der weg hierhin war recht bergig aber man hat davon nicht viel gesehen, weil es so neblig war. Teilweise konnten wir nicht weiter als 50 meter sehen was wegen der Autos kein großes Problem war sondern eher wegen der Kühe die plötzlich aus dem Nebel mitten auf der Straße auftauchten.
Als der Nebel sich dann gelichtet hatte, konnten wir auch etwas von der Landschaft sehen, die wirklich schön ist.
In Momchilgrad angekommen, wurden wir dann bei den Großeltern von Elis, einer Freundin Cedrics aus Jena, einquartiert. Das Essen ist hier der Hammer und das schönste daran ist ,dass es immer eine Kleinigkeit gibt. Selber etwas zu helfen ,sei es den Tisch abzuräumen oder die eigene Wäsche aufzuhängen ist verboten. Meine Gitarre hab ich hier auch endlich repariert gekriegt, unter Tatkräftiger mithilfe des Großvaters. Erst hat er von einem Nachbarn die Bohrmaschine geholt ,ich habe das Loch in den Gitarren Hals schön langsam gebohrt, das ging ihm zu langsam also wurde die Schleifmaschine geholt um den Bohrkopf zu schärfen. Leider hatte der Stecker einen Wackelkontakt ,der musste behoben werden. Für den Gast kein Aufwand zu groß. Am Schluss hat von Schleifmaschine bis Gitarre alles wieder perfekt funktioniert. dann hat uns der Vater in seiner Mittagspause zu einer historischen Schlossruine gefahren von der man einen genialen Blick auf die Umgebung hat. Danach gab es richtig gutes Essen.
Die Fahrräder haben wir auch wieder auf Vordermann gebracht und die Beine gut ausgeruht. Obwohl es hier dank der genialen Gastfreundschaft der ganzen Familie, von Schwester bis Oma sind alle im Dauereinsatz, freuen wir uns, dass es morgen weitergeht. Auf die Spaghetti mit Soße freue ich mich nicht.

Donnerstag, 3. April 2014

bis zur ersten nicht-Hauptstadt




Wir haben überraschend den Zeitplan einhalten können. 3 Tage für 280km durch bergiges Land.
Wir haben wieder zwei besondere Schlafplätze gefunden. Einmal zwischen den Ruinen einer alten Wassermühle, wie wir vermuten, direkt an einem kleinen Gebirgsbach. Der Platz war nur eng bemessen zwischen den Dornenbüschen für unser luxuriöses, fast wasserdichtes Zelt. Der Nachteil an diesem Platz waren tatsächlich nur die Dornen, denn am nächsten Morgen wurde unsere Abfahrt vom zweiten Platten auf dieser Reise verzögert. Wieder mein Hinterreifen!!! "Wieso immer ich?" Könnte ich fragen. Nicht das ich Moritz mal einen Platten wünschen würde, aber es wäre mir doch deutlich lieber, als wenn ich flicken muss.
Der zweite Platz war auf einer Anhöhe direkt über einem Stausee. Und wir fühlten uns dort sehr sicher:
Bei der Anfahrt/Platzsuche passierten wir ein großes Schild mit roten, kyrillischen Buchstaben. In unserer freien Übersetzung meinten wir "Wildcamper willkommen" gelesen zu haben. Wenn dem so wäre, waren die über Nacht angestellten Scheinwerfer mit zusätzlichen Kameras an der Kante zum Ufer wohl reine Schutzmaßnahmen und der uns böse anschauende Bauer am nächsten Morgen wohl die freudige, bulgarische Begrüßung.

Da wir mittlerweile andere, dem westlichen Kulturkreis entsprechende freudige, bulgarische Begrüßung erlebt haben, sind wir uns unserer Sprachkenntnisse nicht mehr ganz so sicher. Doch kamen wir gesund in Momchilgrad an. Die Bergetappen taten meinen Oberschenkeln nicht besonders gut, doch habe ich Voltaren für mich entdeckt und damit wurden die Schmerzen allmählich geringer und erträglich bis sie ganz verschwanden. Und die kommenden Ruhetage werden bestimmt gut tun. Die Gastfreundschaft die uns entgegengebracht wird kommt nicht nur in der Menge und hochwertigen Qualität des Essens zum Ausdruck, sondern in der allgemeinen warmherzigen Einstellung uns gegenüber. Es ist auch einfach mal schön nicht in dem Tumult der Großstädte zu sein, die touristisch heraus geputzt sind, sondern das fast dörfliche Original zu erleben.

In der Familie bei der wir empfangen wurden spricht man bulgarisch und türkisch. Wie bereits angedeutet ist unser bulgarisch nur rudimentär vorhanden, sodass wir uns hauptsächlich auf türkisch verständigen - oder die Freundin aus Jena übersetzen lassen. Die Sprachbarrieren zu senken und in Vorbereitung auf die Türkei sind wir fleißig am türkisch lernen.

Montag, 31. März 2014

Belgrad nach Sofia


Wie gewohnt war der Weg aus einer Großstadt für uns beschwerlich. Diesmal also Belgrad. Wir hatten wirklich Probleme den Weg heraus zu finden. Wahrscheinlich ist es ein im Unterbewusstsein platziertes Störsignal, was uns davon abhalten soll die bequeme, warme Herberge zu verlassen. Und bzgl Belgrad insbesondere das gute Essen, was durch den günstigen Preis noch deutlich besser schmeckt, da man ja mehr für das gleiche Geld essen kann. Die Logik soweit klar?
Aber dann vergnügten wir uns wieder mit kohlenhydratreichem Essen und fuhren routiniert unsere Strecken. Es ist schon erstaunlich, dass zu Beginn der Reise 50-60km für uns als lange Strecken galten und wie schnell sich der Körper darauf einstellt, dass jetzt für ihn bei diesem Km-Stand erst die zweite Mittagspause ist.
Ausnahmen bestätigen die Regel:
Hinter Belgrad ging es erst einmal steil bergauf - nicht so für uns. Da ich am Abend vor der Abfahrt, angesichts meiner Erkältung und Oberschenkelbeschwerden, noch die Verlängerung unseren Stadtaufenthalts vorgeschlagen hatte, ließen wir es entspannt angehen. Maximalkraft konnte ich eh nicht bringen. Gemütlich fuhren wir also die Berge mit gnadenlosen 5-9km/h hoch und drängten dabei Autos an die Seite - oder die uns (das ist bei den Geschwindigkeiten nicht ganz auszumachen). Am Ende des Tages (da wir recht spät los sind wollten wir auch früher einen Zeltplatz suchen), also um 15uhr hatten wir dann ausversehen trotzdem 60km geschafft. Der folgende Tag sah ähnlich aus. Da wir aber eher los gekommenen sind waren es 90km. Und am dritten Tag sind wir bis hinter Niš gefahren mit entspannten 110km. Dabei waren die Durchschnittsgeschwindigkeiten nicht besonders hoch (wir näherten uns den Bergen) aber unser Sitzfleisch, was mittlerweile die Härte unseres Ledersattels angenommen hat ermöglicht uns, dass wir weniger Atempausen und Ausreden auf die Karte gucken zu müssen benötigen und so mehrere Stunden durchfahren können.
Bis dahin eine richtig schöne hügelige Landschaft. Wir haben die Aussicht wirklich genossen. Und es sollte noch besser kommen - zwar auch steiler, aber auch schöner. Hinter Niš ging es so richtig los. Umwerfendes Panorama bei herrlichem Sonnenschein. Der bisher schönste Teil unserer Strecke und das, obwohl wir auf über 700m hoch strampeln mussten - aber auch ein perfekten Zeltplatz nach dem vierten Tag mit Blick über die zurückliegenden Berge hatten. Wir schafften es trotz der Bergetappe 80km zu fahren. Da unsere "Abkürzungen" sich in Grenzen hielten rückte das Ziel Sofia in greifbare 100km-Nähe. So war der gestrige fünfte Tag am Ende ein Spaziergang... da wir die letzten Tage so viel potenzielle Energie aufgebaut hatten und nach der serbisch-bulgarischen Grenze kurz nach Dimitrovgrad wider erwarten steigern mussten, ging es die letzten 30km in bisschen über einer Stunde nur bergab.
Was wir in der letzten Tagen feststellen konnten war eine Rangliste an größten Feinden. Sie ist noch in Arbeit und muss weiter verifiziert werden, definitiv steht aber Gegenwind vor bergauf Fahrten, da letzteres meist guten Ausblick und anschließende bergab Fahrten verspricht.

Fotos unsortiert





Mittwoch, 26. März 2014

Belgrad Sofia

Belgrad geschafft!

Jetzt gehts nach Sofia! 400km! Aber wir gehen es ''gemuetlicher'' an: 5 Tage sind geplant, aber es warten mehrere Bergketten auf uns, daher warten wir mal ab, wie gemuetlich es tatsaechlich sein wird!

Gesundheitlich sind wir sogar fast wieder auf der Hoehe.

Bis bald aus Sofia
(endlich mal wieder eine Stadt ohne B, nach Berlin, Bresden, Brag, Bratislava, Budapest...)

Dienstag, 25. März 2014

Belgrad


 Mut zur Luecke, oder finde den Fehler kann man die Bilderserie oben nennen. Von diesen Booten schwimmen, oder nicht, ganz viele auf der Donau wo wir bei der Einfahrt nach Belgrad City vorbeigeradelt sind. Als wir dann in die Stadt zu unserem Hostel wollten, haben wir die bisher fahrrad-unfreundlichste Stadt kennengelernt. Extrem dichter Verkehr in relativ hoher Geschwindigkeit, Buergersteige die (mindestens) einen halben Meter hoch sind, brechend volle Buergersteige und das alles auf kyrillisch. Gluecklicherweise waren wir am richtigen Ende der Stadt und haben das Hostel nach nicht allzu langem Rumfragen gefunden. Danach haben wir nur noch gegessen, als Nachtisch den vielleicht besten Kuchen unseres Lebens und sind ins Bett gefallen. Heute haben wir unsere mittlerweile routinierte Touritour gemacht. Aufgefallen ist uns hauptsaechlich, dass Belgrad auf eine Art ziemlich haesslich ist, auf eine Andere auch sehr interessant. Und dass man zum Aufpumpen von Autoreifen keine Tankstelle braucht (Siehe unten). Es ist alles nicht so rausgeputzt wie bei unseren letzten Stadtbesuchen und es stehen ueberall nette, aber runtergekommene Gebaeude, neben neuen Haesslichen. Hier fehlt wohl hauptsaechlich das Geld, wie man uns auch in unserem Hostel bestaetigt hat. Die Stadt hat aber auch tolle und wirklich schoene Ecken zum Beispiel einen total ruhigen Platz hinter einem Tordurchgang direkt neben der vollen und hektischen Hauptstrasse und die Stadt ist sehr schoen gelegen wie man ganz unten sehen kann. Toll ist auch, dass es die erste Stadt ist in der wir kein Wort Deutsch gehoert haben.
 

Montag, 24. März 2014

4. Marathontag, Belgrad und Fotos

Geschafft! Wir sind es und wir haben es - bis Belgrad!
So viele gute und schlechte Nachrichten begleiteten uns den Tag über.
Die Nacht war miserabel: Mo konnte aufgrund seiner Knieschmerzen nicht durchschlafen, mich plagten Halsweh und Oberschenkelkrämpfe - also nichts außergewöhnliches betrachtet man die letzten paar Tage. Doch es kam noch schlimmer: Mo kommt in ein alter, in dem die Blase nicht mehr die Nacht durch hält, zum Glück war ihm der Weg aus dem Zelt bekannt. Und ich war in der Nacht noch zusätzlich damit beschäftigt meine Luftmatratze neu auf zu pumpen. Wie ich morgens feststellen konnte hatte eine Glasscherbe meine wärmende Schlafunterlage perforiert. Jetzt am abend sind auch diese kleinen Löcher wieder dicht.
Die nächste schlechte Nachricht ist, dass unser Zelt die erste Bewährungsprobe nicht gemeistert hat. Mindestens die Nähte halten nicht dicht. Wir sind uns noch uneins, ob wir darauf spekulieren sollen, dass es tatsächlich nur die Nähte sind und diese wieder abdichten oder gleich ein neues Zelt kaufen.
Aber das was sich in der Nacht ankündigte begleitete uns den restlichen Tag: Regen! Doch da der Wind ausblieb kamen wir schnell voran und mieden den EuroVelo6 Radweg, der uns eine gesamte Strecke von über 150km versprach, während eigene Routenplanungen auf 130km kamen. Wir hatte Glück, da diese Strecke sogar noch leicht unterboten werden konnte.
Jetzt sind wir im Hostel, gut und günstig genährt. Für euch ein paar Impressionen der letzten Tag.