Samstag, 15. März 2014

Von zu fertig bis zu viel Zeit

Das erste Bild ist eigentlich eines meiner Lieblingsbilder weil es den Zustand von uns beiden an diesem und an dem naechsten Tag in Bildform sehr gut zusammenfasst. Anstrengend. Wie man wahrscheinlich erkennt ist es kurz vor dem schlafengehen oder nach dem aufstehen entstanden, was genau, weiss ich nicht mehr, passt aber beides. Die Nacht die zu diesem Bild dazugehoert war von dem seitlich abschuessigen Boden stark gepraegt. Ich bin zu Ce und er zur Zeltwand gerollt. Und kalt wars. Das Wasser in dem See neben uns war morgens gefroren, da macht das abwaschen doch richtig spass. Die Phase nach diesem Bild, also 2 Tage spaeter, war relativ locker mit recht flachem Gelaende und, wie man an dem zweiten Foto sieht, zuviel zeit. Entstanden ist es bei unser einen uebernachtung in Oesterreich. Aufgenommen wurde es fuer alle Panoramafunktion und Modeliebhaber und solche die es mal werden wollen. Der Sonnenuntergang im Hintergrund sollte auch beachtet werden. Jetzt sind wir in Bratislava im Hostel es regnet und wir haben noch immer keinen Tropfen abgekriegt.

Mittwoch, 12. März 2014

bei Opastov

Kurzes Update:
Wir sind hier und genießen einen wunderschönen Sonnenaufgang.
Fotos folgen.

Sonntag, 9. März 2014

Tag 9 Prag

Wir haben heute Prag gesehen. Eine tolle Stadt.
Allerdings: nach den Erfahrungen mit Miniröcken in St.Petersburg haben wir uns entschlossen, die Qualität einer Stadt nach diesen zu beurteilen.
Während St.Petersburg dadurch gekennzeichnet war, dass die Miniröcke der Kälte trotzten, so kann man hier, trotz schönsten Wetters (vielleicht auch durch die schrecklich konservativen Touristen bedingt), kaum welche entdecken. Doch liegt Prag noch deutlich vor Berlin.
Ansonsten haben wir neben schönen architektonischer Eindrücke unsere ersten ernsthaften Verletzungen eingeholt: einen Sonnenbrand auf der Nase, durch knapp vier Stunden Siesta im Biergarten auf einer Anhöhe über der Stadt. Ihr seht wie schwer unser Leben ist...






Morgen geht es weiter nach Bratislava. Geplante Ankunft ca. in sechs Tage.
Bis dahin.

Samstag, 8. März 2014

... bis Prag

Tage sind es, für manch einen sind es gefühlte Wochen, seit dem wir hier das letzte mal schrieben. Für die Ungeduldigen eine Zusammenfassung der Tage 5,6,7 und heute 8. Anschließend einige Anekdoten und Erlebnisse.
Tag 5 Dresden-Bad Schandau (nahe)
Tag 6 Bad Schandau- Usti an der Labe
Tag 7 Usti - Melnik
Tag 8 Melnik - Prag

Jetzt etwas mehr:
Tag 5 Dresden verlassen bis nahe an die tschechische Grenze gefahren. Im NSG gecampt, direkt an einer großen Pfütze und einem Wildpfad (oder dem Heimweg des Försters von der Kneipe) Zelt aufgebaut und nicht erwischt worden. Außer von einem schnaubenden etwas: Entweder ein Wildschwein/Hirsch sich darüber aufregend, dass sein Weg blockiert war (oder der betrunkene Förster, sich darüber aufregend, dass die große Pfütze zum Brand löschen blockiert war.) Unsere Meinung:


Der folgende Tag (6) beinhaltete den fast unbemerkten Grenzübertritt. Wenn das nur weiter so problemlos ginge... auch sonst benötigen wir keine großen Umstellungen. Zwar gibt es hier keinen Euro, aber unseren ersten tschechischen Einkauf erledigten wir bei penny. Alternativen wären Kaufland, Aldi, Netto... nur deutsch sprechen sie hier nicht, da sind die noch ganz schön hinterwäldlerisch, da muss sich noch einiges ändern. 

In Usti haben wir dann für Prag ein Hostel gebucht und uns anschließend auf Zeltplatzsuche gemacht. Wieder war das Problem, dass das Elbtal bzw. Labetal wenig Platz für diskretes Zelten ließ. So fuhren wir kurz hinter Usti eine Nebenstraße hoch (!) und fanden noch immer nichts - bis Mo auf einen ca. 150/200m hohen Hügel deutete und meinte, wie cool das wäre dort auf dem Gipfel zu campieren!? Es war eine Quälerei unser Hab und Gut nach oben zu tragen - in drei Fuhren, Fahrräder ließen wir angeschlossen, versteckt im Gebüsch! Aber das beste war: es hat sich nicht gelohnt!!! Aber die Aktion war gut :D

Ganz so ein Reinfall war es nicht. Abends, als wir alles nach 1h oben hatten war es zwar schon dunkel und am nächsten Morgen das ganze Tal bis hoch zu uns Nebelverhangen, aber so wie der Nebel sich lichtete war es ein schöner morgen. Toll war auch, dass wir für den Abstieg (Tag 7) den nicht ganz so steilen Weg fanden, auf dem wir die Räder hoch holen konnten,  bepacken und runter rollen konnten.
Dann ging es weiter auf dem Elberadweg. Leider war er nicht mehr ganz so gut ausgebaut, aber konsequent gut ausgeschildert! Er ist Teil einer europäischen Radroute vom Nordkap nach Malta. Meist als 2 oder flexibel auch als 7 gekennzeichnet. Der tschechische Teil ist allerdings noch stellenweise im Bau. Nicht Rennrad tauglich!!!
Stellenweise wird die Strecke auf eine Landstraße umgeleitet, was uns prompt zur nächsten Abkürzung führte: Wenn schon Landstraße, dann die kürzeste. Kürzer heißt bergiger... aber wir schafften es so weit zu kommen, dass wir heute, am 8. Tag unserer Reise nur noch 50km vor uns und von Prag entfernt hatten.
Zelten konnten wir auf einem schön ruhigen, durch vergangene Hochwasser geprägtes, sprich mit Müll geschmücktes Stück Land.








Die Strecke nach Prag war dann wieder (bis auf eine Ausnahme) sehr gut ausgebaut, direkt an dem Fluss Vltava. Es war heute schön sonnig (bisher sowieso nur manchmal bewölkt und kalt, aber kein Regentag). 









Die Einreise nach Prag war dann wundervoll. Es ist ein langes Tal, das man befahren muss, ehe sich die Konturen der Stadtsilhouette schärfen. Wir kamen am frühen Nachmittag an, checkten im Hostel ein und fanden eine exklusive Möglichkeit unsere Fahrräder ausnahmsweise im Keller unter zu stellen. Auch durften wir da unser Zelt aufbauen, sodass es über Nacht durchtrocknen kann. Der nächtliche Tau/Reif macht nicht nur uns zu schaffen. Außerdem nutzten wir die Kellersituation, um mit SeamGrip die ausgerissenen Innenzeltwanten wieder an das Außenzelt zu kleben.

Morgen gehts wieder zum Sightseeing. Erster Eindruck: schöne Stadt! Weniger hektisch und stinkig als St. Petersburg, aber genau so schöne Gebäude. Sprache ist in beiden Städten unverständlich!

Nach der ersten Woche aufm Rad kann man das erste Resumee ziehen. Die Sättel sind super. Sämtliche Bedenken, dass originale BrooksLederSättel 500km Schmerzen vor bequemen Fahren bringen würden, lösten sich in Luft auf. Wir fahren beide die besten Sättel, sie wir je hatten. Haben sie in Dresden einmal gefettet. Allmählich kriegen sie an den Stellen der Sitzknochen auch ihr eingesessenen Wölbungen.

Donnerstag, 6. März 2014

Dresden

In Dresden sind wir bei Steffi und Franzi (danke euch beiden!!) im p'lace, ihrem atelier untergekommen. War sehr angenehm im warmen zu schlafen, auch wenns eigentlich erst 2 tage draußen waren. :-D
Dresden ist sehr schön, wie man auf dem bild sieht und hat sehr leckeres bier, was man jetzt einfach mal glauben muss. Unseren freien tag haben wir mit sightseeing und einem ausgedehntem globetrotter besuch verbracht. Die zeltstange ist jetzt repariert und wir haben einen kochtopf mehr. Ab jetzt gibts nudeln UND Soße und nicht nur Soße.:-D

Mittwoch, 5. März 2014

Tag 5

Viel ist heute nicht passiert. Die Schlüsselübergabe für das gefühlte 5sterne Hotel erfolgte um 11, sodass wir uns gemütlich um 12 von netten Menschen und einer schönen Stadt verabschiedeten. Zunächst ging es den Elbradweg entlang. Entgegen den Strömungsrichtung über Elbe fuhren wir auf der linken Seite und mussten feststellen, dass dies die falsche Entscheidung war: auf der anderen Seite des Flusses war das "Gras grüner". Bis Pirna war der Weg stellenweise so schlecht, dass die von uns erwarteten mongolischen Verhältnisse als Luxus zu bezeichnen wären - aber man soll den Tag nicht vor dem...
Jedenfalls fuhren wir an der berüchtigten Elbbrücke vorbei und waren maßlos enttäuscht. Sicherlich wird der Blick auf die Stadt etwas "gestört", das mag aber in 50Jahren schon wieder anders bewertet werden. Fest steht aber für uns, dass für das Trara die Brücke eher enttäuschend wenig pompös war.

Auf der Suche nach einer Zeltstelle mussten wir das Elbtal verlassen. Das war eine folgenschwere Entscheidung. Wir sind kaum den Berg hoch gekommen und mussten immer wieder stehen bleiben. Aber wer konnte denn ahnen, dass ein Tal erst durch den Berg zu einem Tal wird?
Jetzt liegen wir im Zelt, welches mangels Alternativen im NSG seinen Platz gefunden hat. Wir versuchen uns unauffällig und ganz natürlich zu verhalten. Die Wildschweine haben uns auch schon in ihre Herde mit aufgenommen bzw. uns unser Zelt weggenommen. Wir hoffen, dass letzteres nicht zutrifft. Aber bislang scheint die Platzwahl nicht verkehrt zu sein. Der von uns zunächst präferierte Ort wird eben gerade (gleich 21uhr) von einem Bagger besucht.

Dienstag, 4. März 2014

Tag 3 richtung dresden

Nachdem wir die ersten beiden Tage relativ entspannt haben angehen lassen, mussten wir ganz schön in die Pedale treten um pünktlich zu unserer Übernachtungsmöglichkeit in Dresden zu kommen. Die Strecke hierher war teilweise sehr schön mit dichtem Wald. Wie Ce vermutet meinte Altkanzler Kohl genau diesen Wald als er von den "blühenden Landschaften" sprach.
leider hatten wir den zweiten teil der Strecke heftigen Gegenwind, 10 km/h auf ebener Strecke bei doppelter Anstrengung macht keinen Spaß. Am Ende haben wir es doch nach gut 100 km geschafft.